Montag, 15 August 2016 15:00

Magistrat beschließt Raumprogramm zum Neubau der Feuerwache Heinrichstraße / Frankenallee

Sicherstellung des Wachstandortes der Feuerwehr in exponierter Innenstadtlage

„Die zentral gelegene Bereichsleitungswache (BLW) 2 in der Heinrichstraße Ecke Frankenallee ist für exponierte, hochfrequentierte Innenstadtbereiche, wie den Hauptbahnhof, das Messegelände und Bankenviertel, den Stadtteil Gallus und auch das neu entstandene Europaviertel zuständig. Gerade in diesen Bereichen ist es von grundsätzlicher Bedeutung, dass ein einsatztaktisch hervorragender Standort leistungsfähig erhalten und dauerhaft weiterentwickelt werden kann“, sagte Stadtrat Markus Frank zum aktuellen Beschluss des Magistrates, einen Neubau der über 110 Jahre alten Wache in der Heinrichstraße voranzutreiben. „Die historische Wache bedarf einer grundlegenden Erneuerung, die es ermöglicht, dass sowohl eine hohe Präsenz der Brandschutzeinheiten als auch die Einhaltung der Hilfsfristen garantiert werden können“, erläutert der Feuerwehr- und Sicherheitsdezernent die heute im Magistrat beschlossene Vorlage.

Trotz intensiver Bemühungen konnte in der Vergangenheit kein geeignetes Grundstück für eine neue Wache im Europaviertel gefunden werden. Nachdem es unter Beachtung einsatztaktischer Belange inzwischen gelungen ist, verschiedene bisher dem Wachbereich 2 zugeordnete Einsatzkräfte und Materialien dauerhaft auf anderen Feuerwachstandorten unterzubringen, ist es nun möglich – auch unter Berücksichtigung der historischen Bausubstanz und denkmalpflegerischer Aspekte, den Standort weiterzuentwickeln. „Besonders hervorzuheben ist, dass darüber hinaus auf dem vorhandenen Grundstück künftig zusätzlicher Wohnungsbau ermöglicht werden kann“, unterstreicht Stadtrat Frank.

Das nunmehr vom Magistrat beschlossene Raumprogramm orientiert sich am Standardraumprogramm für die Staffelwachen nach dem Taktischen Feuerwehrkonzept 2020, welches insgesamt 12 Feuerwachen nach einsatztaktischen Erwägungen über das gesamte Stadtgebiet verteilt, um die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist einhalten und meist noch deutlich unterbieten zu können. Das Raumprogramm berücksichtigt aber auch, dass sich aus den Besonderheiten der Einsatztaktik und -sicherheit resultierend weitere Raumbedarfe der Bereichsleitungswache ergeben, da zur Sicherstellung der Hilfsfrist eine zweite Staffel mit einem Hilfeleistungslöschfahrzeug und ein zusätzlicher Führungsdienst am Standort untergebracht werden. Einer der wichtigen Sonderdienste der Frankfurter Berufsfeuerwehr, der Sonderdienst „Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen (HÖRG)“, der bereits jetzt auf der Wache stationiert ist, erfordert auch zusätzliche Räumlichkeiten beispielsweise zur Unterbringung und Instandsetzung der Sonderausrüstungen sowie spezielle Trainingsmöglichkeiten, die in einer modernen Sporthalle durchzuführen sind, die für die Anforderungen nach Fitness und Einsatztauglichkeit der Einsatzkräfte konzipiert ist.

„Mit dem beabsichtigten Neubau der Bereichsleitungswache in der Heinrichstraße setzt der Magistrat einen weiteren wichtigen Baustein des Frankfurter Taktischen Feuerwehrkonzeptes um und schafft ein hohes Maß an Sicherheit für die Bevölkerung, die Unternehmen und die Gäste in der Frankfurter Innenstadt und ermöglicht zusätzlich nicht nur neuen Wohnungsbau, sondern auch gleichzeitig gute Arbeitsbedingungen für unsere Feuerwehreinsatzkräfte“, konstatiert der Feuerwehrdezernent abschließend.

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