Dienstag, 21 August 2018 13:50

Waldbrandübung "Pipeline"

Waldbrandübung "Pipeline" Bildstelle Kreisfeuerwehrverband

(tk/mpk) Am Samstag den 18.08.2018 fand von 09:00 bis ca. 16:00 Uhr die Katastrophenschutzübung Pipeline in Frankfurt Schwanheim statt.

Das Übungsszenario war eine Waldbrandbekämpfung mit einer Wasserförderung über lange Wegstrecken. Es galt ein mehrere Hektar großes, fiktiv brennendes Waldstück abzulöschen und sicher vor Wiederentzündung und Übergreifen auf benachbarte Waldstücke zu unterbinden.

Hierfür wurde der Abrollbehälter Löschwasserversorgung (AB-LWV), der auf dem Hytrans Fire System (HFS) basiert, zur Wasserentnahme und Förderung bis zur 1,5 km entfernten Übergabestelle benutzt.

Hessenweit gibt es fünf von diesen Abrollbehältern, wovon einer bei der Feuerwehr Frankfurt stationiert ist.

Bei diesem System fördert eine relativ kleine, hydraulisch angetriebene Schwimmpumpe große Mengen Wasser durch sogenannte F-Schläuche (152 mm Durchmesser) bis zum Übergabeort. Von dort wurden dann zwei parallel verlaufende B-Schlauchleitungen bis kurz vor den Ort des Waldbrands verlegt. Mehrere Fahrzeugpumpen und Tragkraftspritzenpumpen wurden zur Druckerhaltung und Weiterleitung der Wassermengen bis zum Einsatzort in die B-Schlauchleitungen eingebunden.

Am Waldbrandübungsort wurden dann sogenannte Riegelstellungen betrieben, die ein Übergreifen des fiktiven Feuers verhindern sollten. Weiterhin wurden alle anderen fiktiven Flammen und Glutnester mit dem geförderten Wasser
bekämpft.

Nach Übungsbeginn und Alarmierung der Kräfte dauerte es rund 75 Minuten bis die insgesamt ca. 3 km Schlauchleitung von der Entnahmestelle im Main bis an den Ort des Waldbrands verlegt und mit Wasser befüllt waren. Das ist ein
sehr guter Zeitrahmen für die große Menge an technischem Equipment, die zu einem funktionalen System aufgebaut werden musste.

Bis zum Aufbau des Systems mussten die zuerst eingetroffenen Einheiten mit den Wasserinhalten der Fahrzeugtanks auskommen. Hierbei wurden vornehmlich D-Schläuche und Strahlrohre benutzt, die mit geringen Wassermengen betrieben
werden. Ebenfalls wurden Feuerpatschen und der “Scotty“ Wasserrucksack mit der angebauten Handspritze eingesetzt.

Nach Übungsende gegen 12:00 Uhr erfolgten noch Abbau- und Aufräumarbeiten. Für alle Beteiligten war es ein langer und ereignisreicher Tag - vielen Dank!

Neben der Übungsleitung der Branddirektion Frankfurt am Main und dem Forstamt der Stadt Frankfurt waren folgende Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz: FF Niederrad, FF Höchst, FF Bergen, FF Berkersheim, FF Eschersheim, FF Niederursel, FF Griesheim, FF Schwanheim, FF Sossenheim, FF Fechenheim, FF Oberrad und die FF Rödelheim, sowie die IUK-Gruppe und der Betreuungszug des DRK. Die Gesamtstärke belief sich auf 175 Einsatzkräfte und gut 30 Einsatzfahrzeuge.

 

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