SOGRO 250

MANV-250-Übung in der Ballsporthalle Frankfurt

SOGRO 250

Sogro MANV 250 Übung Sogro MANV 250 Übung Feuerwehr Frankfurt a.M.

Im Februar 2012 folgte die nächste Katastrophenschutzübung. Diesmal fand die Übung in der FRAPORT Arena in Frankfurt am Main mit folgendem Szenario statt:
FRAPORT Arena – aufgrund der Nutzung von nicht zugelassener Pyrotechnik kam es hier während einer Sportveranstaltung zu einem Tribüneneinsturz. Es entstand eine Massenpanik, als deren Resultat mindestens 250 Personen verletzt zurückblieben.

Das durch die Weiterentwicklung der Strategien neu ausgerichtete MANV-Konzept (Massenanfall von Verletzten) sollte im Zuge dieser Übung überprüft werden.

Für die Bewältigung von MANV-Lagen wurde für den Bereich Frankfurt am Main ein Rahmeneinsatzplan erstellt, der die Maßnahmen und Alarmierungsschwellen im Stadtgebiet regelt. Das Augenmerk der Großübung lag auf der Kommunikationsmöglichkeit mit den Krankenhäusern. Diese wurden erstmals in die Lage versetzt, zeitnah nach Ankunft der Patienten den Triagestatus (Einteilung der Verletzten in Sichtungskategorien) zu bestätigen oder zu verändern. Dies ermöglichte den Transportkoordinatoren an der Unfallstelle, unverzüglich auf die tatsächlich zur Verfügung stehenden Betten zurückzugreifen. Damit soll eine optimale und schnellstmögliche Behandlung sichergestellt werden.

Grundsätzlich sollten während der Übung die Strukturen des überarbeiteten MANV-Konzeptes der Stadt Frankfurt am Main für die Schadensgröße MANV 250 überprüft werden. Hierbei sollte in der Zusammenarbeit der internen und externen Einheiten getestet werden, ob die geplanten Maßnahmen für die Bewältigung des Schadensausmaßes ausreichend sind. Ferner sollte beobachtet werden, ob die Führungsstrukturen und Schnittstellen in den einzelnen Abschnitten funktionierten. Die Funktionalität des Führungsaufbaus und der zur Verfügung stehenden Kommunikationswege über die Hierarchieebenen hinweg musste überprüft werden. Einen weiteren wesentlichen Bestandteil der Übung stellten die Einrichtung und der Betrieb eines Bereitstellungsraumes für externe Kräfte dar.

Neben den Maßnahmen zur Alarmierung von Einheiten, zur Mobilisierung von Rettungsmitteln und zur Bewältigung des Schadensereignisses kamen auf die Zentrale Leitstelle in der Branddirektion Frankfurt am Main weitere Aufgaben zu. Hierzu gehörten die frühzeitige Information der Krankenhäuser und die damit verbundenen Maßnahmen im Rahmen des Krankenhauseinsatzplanes, die Abwicklung des Bereitstellungsraumverfahrens für externe Einsatzkräfte, die Patientenzuweisung, die Information der benachbarten Zentralen Leitstellen und die Koordination der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit.

Diese Neuausrichtung sollte den bestmöglichen Einsatz aller vorhandenen Ressourcen unter Berücksichtigung moderner Behandlungs- und Versorgungsstrategien gewährleisten, im Kontext der Gefahrenpotenziale, die eine Metropole wie Frankfurt am Main hervorbringt.

An der Übung nahmen insgesamt ca. 1000 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes aus Frankfurt am Main sowie aus umliegenden Landkreisen und Städten teil.

Die Anzahl der Fahrzeuge aus Frankfurt, die an der Übung teilnahmen, beläuft sich auf 130. Hinzu kamen noch 120 Fahrzeuge aus den Landkreisen und Städten.
 

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