FAQ Häuslicher Bereich

Feuerwehr Frankfurt - Vorbeugender Brandschutz

Häufige Fragen

Ich wohne in einem Mehrparteienmietshaus. Die Hausordnung sieht vor, dass die Eingangstür von innen abzuschließen ist. D.h. dass man das Haus ausschließlich mit einem Schlüssel verlassen kann. Ist dies aus Brandschutzgründen so erlaubt/ richtig?

Was darf alles in einer Garage oder Tiefgarage abgestellt bzw. gelagert werden?

Dürfen in einem Heizraum eines Mehrfamilienhauses Gegenstände (z.B. Hausrat, Kinderwagen, Fahrräder usw.) gelagert werden?

Ist es zulässig, in Treppenräumen Gegenstände zu lagern? Dürfen beispielsweise Rollstühle, Kinderwagen, Rollatoren, Pflanzen oder Schuhschränke dort abgestellt werden?

Dürfen Türen vom Treppenraum (Rettungsweg) zu Kellerbereichen, z.B. Mieterkeller, Waschkeller, Garage, Heiz- oder Technikräumen dauerhaft offengehalten werden?

Ist der Einbau von Rauchmeldern in Wohnungen vorgeschrieben?

Wieviele Rauchmelder müssen in jeder Wohnung angebracht werden? Und wo ist es sinnvoll?

Wer ist für den Einbau und den Betrieb der Rauchmelder zuständig, wer wechselt die Batterie?

Gibt es Rauchmelder für Gehörlose? Wo kann man Informationen über Rauchmelder für Gehörlose bekommen?

Ist das Vorhalten eines Feuerlöschers in der Wohnung vorgeschrieben?

Welche Feuerlöscher sind im privaten Haushalt sinnvoll?

Was ist beim Umgang mit offenem Feuer zu beachten?

Was ist beim Betrieb von Heizkaminen oder Öfen zu beachten?

Dürfen Kamine oder Gas- und Holzkohlegrills in geschlossenen Räumen betrieben werden?

Wie ist mit Gasflaschen/Flüssiggasflaschen im häuslichen Bereich umzugehen?

Gibt es in Kellerräumen etwas Besonderes zu beachten?

Ist beim Umgang mit elektrischen Geräten besondere Aufmerksamkeit erforderlich?

Ich möchte auf dem Dach meines Eigenheims eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) installieren lassen. Muss ich brandschutztechnisch etwas besonders beachten?

Feuerwehrzufahrten, Aufstellflächen und Ladezone zum Be- und Entladen

Lagerung von Abfällen

Ich möchte an meinem Eigenheim eine Wärmedämmung anbringen. Was sollte ich bezüglich des Brandschutzes beachten?

 


 

Ich wohne in einem Mehrparteienmietshaus. Die Hausordnung sieht vor, dass die Eingangstür von innen abzuschließen ist. D.h. dass man das Haus ausschließlich mit einem Schlüssel verlassen kann. Ist dies aus Brandschutzgründen so erlaubt/ richtig?

In der Hessischen Bauordnung gibt es keine rechtliche Festlegung, ob eine Hauseingangstür verschlossen werden darf oder nicht. Im Falle eines Brandes führt die Verrauchung des Treppenraumes zu einer Gefährdung der Bewohner, weil der Treppenraum durch die verschlossene Eingangstür nicht mehr verlassen werden kann.

Aus Sicht der Feuerwehr wird daher dringend empfohlen, die Haustür nicht abzuschließen sondern nur so zu verschließen, dass es jederzeit möglich ist, das Gebäude zu verlassen. So kann als Sicherung beispielsweise ein Panikschloss oder ein Drehknaufschließzylinder in die Haustür eingebaut werden, der jederzeit ein Zu- und Aufschließen von innen ohne Schlüssel ermöglicht.

Das Landgericht Frankfurt am Main hat hierzu am 12.05.2015 geurteilt: „Ein Beschluss, die Hausordnung dahingehend zu ändern, dass die Haustür nachts abgeschlossen werden muss, widerspricht ordnungsgemäßer Verwaltung.“ (Az.: 2-13 S 127/12).

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Was darf alles in einer Garage oder Tiefgarage abgestellt bzw. gelagert werden?

Garagen dienen dem Abstellen von Kraftfahrzeugen.

In Kleingaragen (bis 100 m²) dürfen bis zu 200 l Dieselkraftstoff und bis zu 20 l Benzin in dicht verschlossenen, bruchsicheren und geeigneten Behältern aufbewahrt werden. Brennbare Stoffe dürfen außerhalb von Kraftfahrzeugen nur in unerheblichen Mengen aufbewahrt werden. Als unerhebliche Mengen können aus brandschutztechnischer Sicht die Aufbewahrung von Winter- / Sommerreifen als Wechselgarnitur (max. 4+1), kleineren Behältern aus brennbarem Material zur Unterbringung von Reparaturwerkzeugen, einem Dachgepäckträger und einer Dachbox angesehen werden, soweit diese Stoffe im Zusammenhang mit der Einstellung eines Kraftfahrzeuges stehen und diese Stoffe unmittelbar auf dem jeweiligen Stellplatz abgestellt sind. Die Aufbewahrung von Fahrrädern ist ebenfalls zulässig, da diese nicht bedeutsam zur Brandausbreitung beitragen.

Möbel, Müllsäcke, Kartonagen, Sperrmüll usw. dürfen nicht in Garagen gelagert werden.

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Dürfen in einem Heizraum eines Mehrfamilienhauses Gegenstände (z.B. Hausrat, Kinderwagen, Fahrräder usw.) gelagert werden?

Heizräume sind Räume für feste Brennstoffe mit einer Leistung ab 50 kW und für flüssige und gasförmige Brennstoffe mit einer Leistung ab 100 kW. In einem Heizungsraum dürfen keine Gegenstände abgestellt werden, die nicht zum Betrieb der Heizungsanlage erforderlich sind.

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Ist es zulässig, in Treppenräumen Gegenstände zu lagern? Dürfen beispielsweise Rollstühle, Kinderwagen, Rollatoren, Pflanzen oder Schuhschränke dort abgestellt werden?

Treppenräume dienen als Rettungsweg und als Angriffsweg der Feuerwehr. Der Treppenraum ist der erste sichere Rettungsweg aus dem Gebäude heraus, über den Sie sich bei einem Brand ohne Hilfe in Sicherheit bringen können. Abgestellte oder eingebaute Gegenstände sind teilweise brennbar oder schränken den Fluchtweg ein.
Aus Sicht der Feuerwehr wird dringend empfohlen, keine Gegenstände im Treppenraum abzustellen.

Treppenräume sind im Brandfall Ihre Lebensversicherung!

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Dürfen Türen vom Treppenraum (Rettungsweg) zu Kellerbereichen, z.B. Mieterkeller, Waschkeller, Garage, Heiz- oder Technikräumen dauerhaft offengehalten werden?

Brandschutztüren sind ein wichtiger Bestandteil des baulichen Brandschutzes eines Gebäudes. Sie sollen im Brandfall die Ausbreitung von Feuer und Rauch verhindern.

Brandschutztüren sind generell selbstschließend ausgeführt. Sie dürfen nicht unterkeilt oder festgebunden werden, da sonst die Schutzwirkung aufgehoben wird und es zu einer ungehinderten Ausbreitung von Rauch und Feuer kommt.

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Ist der Einbau von Rauchmeldern in Wohnungen vorgeschrieben?

In Hessen müssen alle Wohnungen bis zum 31.12.2014 mit Rauchmeldern ausgestattet sein.

Rauchmelder retten Leben ! 

Die meisten Brandopfer – ca. 70% – verunglücken nachts in den eigenen vier Wänden. Weniger die vom Feuer ausgehende Hitze, sondern vielmehr der entstehende Rauch stellt eine Gefahr dar. 95% der Brandtoten sterben an den Folgen einer Rauchgasvergiftung! Rauchmelder haben sich zur Frühwarnung bei Bränden bewährt.

Weitere Informationen unter:
Rauchwarnmelderprflicht in Hessen - Information des Hessischen Wirtschaftsministeriums

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Wieviele Rauchmelder müssen in jeder Wohnung angebracht werden? Und wo ist es sinnvoll?

Rauchmelder müssen in allen Schlafzimmern, Kinderzimmern und den Fluren vorhanden sein.

Die Feuerwehr empfiehlt, auch die anderen Wohnräume zu überwachen. Es ist darauf zu achten, dass in Räumen wie dem Bad oder der Küche geeignete Melder gewählt werden, da „Standardrauchmelder" aufgrund des Wasserdampfes und des Küchendunstes häufig zu Fehlalarmen führen.

Eine sinnvolle Ergänzung sind Kohlenmonoxidmelder (CO-Melder) in Räumen mit Gasetagenheizung oder Holzöfen. => Siehe Punkt 13.

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Wer ist für den Einbau und den Betrieb der Rauchmelder zuständig, wer wechselt die Batterie?

Gemäß § 13 der Hessischen Bauordnung:

Für den Einbau der Rauchwarnmelder ist der Eigentümer verantwortlich.

Für den Betrieb des Rauchwarnmelders und den Wechsel der Batterien ist der Mieter / Wohnungsnutzer verantwortlich, außer mit dem Haus- oder Wohnungseigentümer wurden andere Vereinbarungen getroffen.

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Gibt es Rauchmelder für Gehörlose? Wo kann man Informationen über Rauchmelder für Gehörlose bekommen?

Es gibt Rauchwarnmelder, die mit Geräten der Hörbehinderten (Lichtblitze, Rüttelkissen) kombinierbar sind. Informationen können sie unter www.gehoerlosen-bund.de finden.

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Ist das Vorhalten eines Feuerlöschers in der Wohnung vorgeschrieben?

Für Wohnungen gibt es keine gesetzliche Verpflichtung, diese mit Feuerlöschern auszustatten.

Seitens der Feuerwehr Frankfurt wird die Ausstattung mit Feuerlöschern empfohlen, um Brände in der Entstehungsphase löschen zu können.

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Welche Feuerlöscher sind im privaten Haushalt sinnvoll?

Die Feuerwehr Frankfurt empfiehlt die Ausstattung von Wohnungen mit einem Wasser- oder Schaumlöscher.

Bitte beachten Sie:
Diese Feuerlöscher sind nicht für Fritteusen- oder Fettbrände geeignet. Hierfür gibt es geeignete Fettbrandlöscher.
Eine Ergänzung können zertifizierte und zugelassene Feuerlöschsprays sein.

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Was ist beim Umgang mit offenem Feuer zu beachten?

Kerzen sollten gerade bei Anwesenheit von Kindern nicht unbeaufsichtigt gelassen werden. Gegenstände, die leicht entzündbar sind, sollten sich in ausreichendem Abstand zu offenem Feuer oder Wärmequellen wie z.B. Herd, Backofen, Kamin oder Kerze befinden.

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Was ist beim Betrieb von Heizkaminen oder Öfen zu beachten?

Sie sollten ausreichend beaufsichtigt werden. Achten Sie auf ausreichenden Abstand zu brennbaren Stoffen, verwenden Sie zum Anzünden keine brennbaren Flüssigkeiten und sorgen Sie für eine ausreichende Frischluftzufuhr.

Beim Betrieb von Feuerstätten empfiehlt sich der Einbau eines Kohlenmonoxidmelders.

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Dürfen Kamine oder Gas- und Holzkohlegrills in geschlossenen Räumen betrieben werden?

Geräte oder Anlagen mit offenem Feuer dürfen nicht in geschlossenen Räumen betrieben werden. Die beim Betrieb entstehenden Verbrennungsgase sind giftig und können sich nicht verflüchtigen. Der lebensnotwendige Sauerstoff in den Räumen wird sehr schnell verbraucht und kann nicht nachströmen. Durch den Sauerstoffmangel findet eine unvollständige Verbrennung statt und es entsteht das hochgiftige Kohlenmonoxid.

 Es besteht akute lebensgefahr !

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Wie ist mit Gasflaschen/Flüssiggasflaschen im häuslichen Bereich umzugehen?

Die Aufstellung bzw. Aufbewahrung von Flüssiggasbehältern mit einem zulässigen Füllgewicht von mehr als 1 kg ist nicht zulässig:

  • in Räumen unter Erdgleiche,
  • in Treppenräumen, Haus- und Stockwerksfluren, engen Höfen sowie Durchgängen und
  • Durchfahrten oder in deren unmittelbarer Nähe,
  • an Treppen von Freianlagen, an besonders gekennzeichneten Fluchtwegen,
  • in Garagen und
  • in Arbeitsräumen.

In einer Wohnung dürfen höchstens 2 Flaschen (einschließlich einer entleerten), je Raum jedoch höchstens 1 Flasche vorhanden sein.

Innerhalb von Gebäuden dürfen Flüssiggasbehälter mit einem Füllgewicht von mehr als 14 kg nur in besonderen Räumen (Brennstofflagerräume) aufgestellt werden.

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Gibt es in Kellerräumen etwas Besonderes zu beachten?

In Kellerräumen wird eine Vielzahl von brennbaren Materialien gelagert. In Hobbyräumen oder Werkstätten befinden sich häufig auch noch eine Vielzahl von entzündlichen Farben und Lacken, Verdünnung oder auch Spraydosen und Kraftstoffe. Daher stellen Kellerbrände eine große Gefährdung für alle Hausbewohner dar.

Die meisten brennbaren Dämpfe sind schwerer als Luft und sammeln sich daher vorzugsweise in Kellern an. Die Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten ist daher nur in geringem Maße zulässig

Grundsätzlich sind Kellergänge frei zu halten. Die Kellerfenster sollten zugänglich sein. Sie dienen im Brandfall der Feuerwehr als Rauchabzug.

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Ist beim Umgang mit elektrischen Geräten besondere Aufmerksamkeit erforderlich?

Schadhafte und defekte elektrische Geräte und Anlagen sind die Brandursache Nummer 1 in Deutschland. Beim Kauf neuer Geräte sollten Käufer auf das GS- Zeichen (geprüfte Sicherheit) und VDE – Zeichen (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.) achten. Elektrische Geräte sollen in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Dies gilt besonders für Kabel und Stecker. Defekte Geräte müssen von einem Fachunternehmen repariert werden.

Man sollte keine behelfsmäßigen Steckdosen verwenden, an jede Steckdose sollte nur ein Gerät angeschlossen werden, d.h. über eine Steckdose und einen angeschlossenen Mehrfachstecker sollten nicht mehrere Geräte gleichzeitig betrieben werden. Besonders bei älteren Stromkabeln und Geräten mit hohen Leistungen kann durch Erwärmung der Leitung dessen Isolierung schmelzen und schnell ein Brand entstehen.

Geräte, die heiß werden (z.B. Kochgeräte, Bügeleisen oder Tauchsieder), stets auf feuerfeste Unterlagen abstellen und nur unter Aufsicht verwenden.

Bei Benutzung eines Heizstrahlers oder Heizlüfters muss besonders darauf geachtet werden, dass sich keine brennbaren Gegenstände in deren Nähe befinden, die sich durch den Betrieb erhitzen und damit entzünden können. Dasselbe gilt für Lampen. Auch diese können durch ihren Betrieb so viel Wärme erzeugen, dass sie in der Nähe liegende brennbare Gegenstände entzünden.

Fernsehgeräte erzeugen ebenfalls viel Wärme. Man sollte sie daher möglichst frei aufstellen. Bei Gewitter oder längerer Abwesenheit Antennen- und Netzstecker herausziehen, zumindest aber die Stand-by Schaltung abschalten.

Besonders gefährlich ist das Arbeiten an Sicherungen. Ohne elektrotechnische Fachausbildung sollte dies ganz unterlassen werden. Auf keinen Fall dürfen Sicherungen überbrückt oder nicht fachmännisch repariert werden. Hier kommt nur der komplette Austausch in Betracht. Diese Arbeiten dürfen nur Elektrofachunternehmen durchführen.

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Ich möchte auf dem Dach meines Eigenheims eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) installieren lassen. Muss ich brandschutztechnisch etwas besonders beachten?

Vorab sei gesagt, dass eine solche Anlage nur von darauf spezialisierten Fachkräften errichtet werden sollte. Diese haben die nötige Erfahrung, um statische Betrachtungen anzustellen und die elektrischen Anlagen normgerecht (und damit relativ sicher) zu errichten.

Gemäß DIN 4102 müssen Bedachungen widerstandsfähig gegen Flugfeuer und Strahlungswärme sein. Da die meisten PV-Module unter die Begrifflichkeit „harte Bedachung" fallen, wird diese Bedingung erfüllt. Für Anwendungen an Fassaden sind jedoch höhere Anforderungen zu erfüllen, welche  durch Standard-PV-Module meist nicht erfüllt werden können. Die Unterkonstruktion der Anlage sollte ebenfalls aus nicht brennbarem Material bestehen.

Es sind Sicherheitsabstände zwischen den einzelnen PV-Modulen und Dachöffnungen (Fenster, Luken etc.) und Brandwänden einzuhalten. Dieser muss mindestens 0,5 Meter betragen, wenn die Brandwand weniger als 0,30 Meter über die Oberkante der installierten PV-Anlage hinausgeführt ist. Wenn die Anlage auf einem Flachdach aufgeständert installiert werden soll, dann ist diese als Dachaufbau nach §29 Hessische Bauordnung zu betrachten, sodass ein Mindestabstand von 1,25 Metern zu Brandwänden und Dachöffnungen eingehalten werden muss.

Der von den Modulen produzierte Strom wird über Leitungen zum Wechselrichter geführt, danach wird der Strom in das Netz des Energieversorgungsunternehmens eingespeist. Da die Leitungen bis zum Wechselrichter bei Lichteinfall ständig unter Strom stehen, sollten diese zum Schutz der Einsatzkräfte der Feuerwehr unter Putz gelegt werden. Somit wird die Gefahr von Stromschlägen im Einsatzfall minimiert. Bauteile mit Feuerwiderstand dürfen nicht überbaut werden, Wände sind abzuschotten. Das Anlegen eines Plans, auf welchem der Verlauf der Leitungen durch das Gebäude (von PV-Modulen bis zum Wechselrichter) gekennzeichnet ist, ist wünschenswert. Dieser sollte im Brandfall dann der Feuerwehr zur Verfügung gestellt werden können.

Es gibt inzwischen Freischaltelemente und Schalter, welche nach den Modulen installiert werden und über welche der Gleichstromfluss bis zum Wechselrichter unterbrochen werden kann. Die Feuerwehr Frankfurt empfielt den Einbau eines solchen Moduls, da sich die Sicherheit der Einsatzkräfte im Ernstfall erheblich erhöht und oft auch ein anderes taktisches Vorgehen möglich ist, wodurch der Brandschaden reduziert werden kann.

Äußerst sinnvoll wäre außerdem eine Kennzeichnung für die Einsatzkräfte, welche deutlich macht, dass eine PV-Anlage verbaut ist. Das nachfolgende Schild ist hierfür vorgesehen und sollte einmal im Bereich des Hauseingangs und einmal im Bereich des Hausanschlusses angebracht werden.

Symbol-PV-Anlage

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Feuerwehrzufahrten, Aufstellflächen und Ladezone zum Be- und Entladen

Feuerwehrzufahrten und Aufstellflächen dienen dazu, den Einsatzkräften der Feuerwehr im Brandfall eine wirksame Menschenrettung und Brandbekämpfung sowie ein schnelles Eingreifen bei anderen Gefahrenlagen zu ermöglichen. In diesen Bereichen gilt absolutes Haltverbot.

Die Nutzung von Feuerwehrzufahrten und Aufstellflächen zum Be- und Entladen ist somit nicht statthaft.

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Lagerung von Abfällen

Die Lagerung von Abfällen sollte ausschließlich in den bereitgestellten Mülltonnen erfolgen. Die Aufstellung der Mülltonnen sollte nicht im Bereich einer Hausfassade erfolgen, da bei einem Brand der Mülltonne eine Brandausbreitung auf das Gebäude möglich ist.

Sperrmüll sollte ebenfalls immer entfernt von der Hauswand gelagert werden. Bei der Bereitstellung von Sperrmüll für die Entsorgung ist darauf zu achten, dass keine Feuerwehrzufahrten oder Aufstellflächen behindert werden.

Öl- und benzingetränkte Putzlappen gehören nicht in die Mülltonnen, da sie sich von selbst entzünden können.

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Ich möchte an meinem Eigenheim eine Wärmedämmung anbringen. Was sollte ich bezüglich des Brandschutzes beachten?

Gemäß § 25 Abs. 2 HBO sind Außenwände und Außenwandteile so auszubilden, dass Brandentstehung
bei einer Brandbeanspruchung von außen und Brandausbreitung ausreichend begrenzt sind.

Aufgrund des erfahrungsgemäß heftig vonstattengehenden Brandverlaufs - auch bei schwerentflammbaren Wärmedämmverbundsystemen - wird seitens der Feuerwehr Frankfurt empfohlen, insbesondere die Art und Anordnung von nichtbrennbaren Brandriegeln (Baustoffklasse A nach DIN 4102) frühzeitig in die Planung einzubeziehen bzw. den Einbau einer nichtbrennbaren Fassadendämmung zu prüfen.

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